Technik in Sprache übersetzen
Sie übersetzen "Entwickler-Deutsch" in "Kunden-Deutsch": Technische Redakteure. Foto: Fotolia.de / auremar

Technik in Sprache übersetzen

Technische Redakteure und Redakteurinnen schreiben Nutzerhandbücher, Bedienungsanleitungen und andere Dokumentationen - so, dass es jeder Laie versteht. 80 Prozent sind Quereinsteiger.

Text: Susanne Berg 

Sie heißen Technischer Autor, Technische Redakteurin, Content Strategist oder Übersetzungsmanagerin: Je nach Anforderung variiert die Jobbezeichnung. Gemeint sind damit diejenigen, die das Nutzerhandbuch, die App-Beschreibung oder die Bedienungsanleitung für den Staubsauger, die Anlage oder die Software verfassen. 

Zu den Aufgaben Technischer Redakteure gehört es, zunächst die Zielgruppe des Produktes und deren Informationsbedarf herauszufinden. Daraus entwickeln sie ein passendes Konzept für die Dokumentation. Sie entscheiden beispielsweise, ob es ein Handbuch in Papierform oder Informationen auf der Webseite geben soll – oder beides. Ein großer Teil der Arbeit umfasst anschließend das Recherchieren der Informationen im Unternehmen. Dazu gehört das offensive Zugehen auf die richtigen Ansprechpartner/innen und viel Kommunikation.

Ebenso wichtig ist ein gutes technisches Verständnis, um den Weg der Herstellung des Produktes durchdringen zu können. Alle Informationen muss der Technische Redakteur bündeln. Erst dann schreibt er die Texte, gestaltet Grafiken und koordiniert Übersetzungen. Am Ende muss die Qualität der Dokumentation überprüft werden, wobei Sicherheitshinweise, rechtliche Vorgaben und Normen sowie alle Informationen exakt sein müssen.

  • Das noch junge Berufsbild der Technischen Redakteurin/des Technischen Redakteurs wurde in Deutschland erst seit den 1970er Jahren definiert. Die Gesellschaft für Technische Kommunikation tekom Deutschland e.V., der nach eigenen Angaben größte europäische Fach- und Berufsverband für die Technische Kommunikation, veröffentlichte 1989 erstmals eine Beschreibung des Berufsbildes. 1996 nahm die Bundesanstalt für Arbeit den Beruf in ihren Katalog auf. Darüber hinaus hat der tekom-Beirat für Aus- und Weiterbildung in den letzten drei Jahren an der Entwicklung eines Kompetenzrahmens gearbeitet und so die Beschreibung des Berufsbildes weiterentwickelt. 

Der Anteil an Quereinsteiger/innen ist in der Technischen Kommunikation überdurchschnittlich hoch. Das liegt, so vermutet es die tekom, an der Vielfalt der Arbeitsdisziplinen. Einerseits müssen Technische Redakteure die Sprache der Ingenieure und Entwickler verstehen, andererseits diese in verständliche Texte für die Nutzer übersetzen und sich mit zahlreichen Medientools und Programmen auskennen. Dabei ist Englisch ebenfalls wichtig.

Noch immer ist diese Tätigkeit nicht so bekannt, wie es der Realität in den Unternehmen entspricht. In der Technischen Kommunikation von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen waren 2016 etwa 85.400 Personen beschäftigt, wie die tekom festgestellt hat. Dazu kämen derzeit etwa 3.600 offene Stellen. Doch für Arbeitgeber scheint es schwer zu sein, vor allem gut ausgebildetes Personal zu finden. Obwohl der Beruf seit den 1990er Jahren und an mittlerweile 32 Hochschulen studiert werden kann, schätzt die tekom den Anteil an Quereinsteigern auch in naher Zukunft auf etwa 80 Prozent. 

Welche Möglichkeiten haben nun Absolvent/innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften in der Technischen Kommunikation?

Im Maschinen- und Anlagenbau und in vielen Industrieunternehmen werden aufgrund der umfangreichen technischen Anforderungen überwiegend Personen aus dem Ingenieurwesen eingestellt. Aber auch Personen mit sprachwissenschaftlichem Hintergrund wie (Fach-)Übersetzung, Journalismus, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Pädagogik werden gebraucht.

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Vor allem Softwareunternehmen setzen explizit auf Sozial-, Geistes- und Sprachwissenschaftler/innen, da hier nicht ganz so viel technisches Wissen notwendig ist wie in Industrieunternehmen, dafür die Sprachkompetenz geschätzt wird. Weiterhin sind Hersteller von Haushalts- und Konsumgütern ein interessantes Arbeitsgebiet, aber auch die Telekommunikation oder der Bereich der Optik.

Die Basis: Interesse an Technik

Um in der Technischen Kommunikation Fuß fassen und auch glücklich werden zu können, empfiehlt es sich für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Interesse an Technik mitzubringen. Der Einstieg kann auf zwei Wegen gelingen: Entweder man bewirbt sich bei seiner Wunschfirma und wird durch intensive Einarbeitung zum Technischen Redakteur qualifiziert oder aber man belegt noch eine Weiterbildung in Technischer Kommunikation.

Einige Hochschulen bieten mittlerweile auch Masterstudiengänge an, deren Bezeichnung variiert, wobei „Technische Redaktion“ bzw. „Technische Kommunikation“ die gängigsten Varianten sind. Daneben gibt es viele fachverwandte Studiengänge, die bei entsprechender Spezialisierung ebenfalls auf eine Tätigkeit in der Technischen Kommunikation vorbereiten. Das betrifft Studiengänge besonders aus den Bereichen mehrsprachige Kommunikation, Fachkommunikation, Übersetzen und Lokalisierung sowie Informationsmanagement. Für Berufstätige gibt es berufsbegleitende Aufbaustudiengänge, in denen man in vier Semestern nebenberuflich den international anerkannten akademischen Grad Professional Master of Science erwerben kann.

Weiterbildung hilfreich

Die meisten Personalverantwortlichen bevorzugen ein Bachelor- oder ein berufsbegleitendes Studium in Technischer Kommunikation nach dem Studium eines anderen Faches. Weiterhin wünschen sich Unternehmen Kenntnisse der neuen und ganz neuen Medien und Formate sowie Kenntnisse gesetzlicher Vorgaben, denn die sind beispielsweise bei medizinischen Geräten existenzielle Arbeitsgrundlage. Auch Abstraktionsvermögen, logisches Denken und ein hoher Grad an Sprachbeherrschung in Grammatik, Rechtschreibung, Syntax und Sprachgefühl sind wichtig für Technische Redakteure. 

Die Branche Technische Kommunikation ist ein Arbeitsbereich, in dem viele Technische Redakteurinnen und Redakteure zufrieden sind. In der Gehaltsstudie der tekom von 2016/17 gaben 84,2 Prozent der Befragten an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Angestellte haben gemäß den Studien ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 53.369 Euro, und Führungskräfte in der Technischen Kommunikation verdienen jährlich durchschnittlich 71.711 Euro. Darüber hinaus machen Faktoren wie eine selbstständige Arbeitsweise und große Vielfalt der Aufgaben das Berufsfeld interessant. Die meisten Stellen werden in Vollzeit und unbefristet ausgeübt.

Praxisbeispiele

„Ich schreibe viele E-Mails, telefoniere und recherchiere viel“, beschreibt Heike Hellmich ihren Arbeitsalltag. Sie erstellt gerade eine Online-Anleitung für eine Software zum Testen von Hydraulikkomponenten für Steuergeräte der Fahrzeugsysteme ABS und ESP. Technische Herausforderungen gefallen ihr. „Es macht mir Spaß, in die Tiefen der Technik und Funktionen einzusteigen“, erzählt sie. 

Nach einer Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation absolvierte Heike Hellmich den Bachelorstudiengang Technische Redaktion an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe. Mit einem Masterstudiengang der gleichen Fachrichtung, der jetzt Kommunikation und Medienmanagement heißt, schloss sie ihr Studium im Frühjahr 2016 ab.

An ihrer Hochschule hat sie auch Studierende mit einem geisteswissenschaftlichen Hintergrund getroffen, die ihr Bachelorstudium um den Master in Kommunikation und Medienmanagement ergänzt haben. Bereits während des Studiums war sie in verschiedenen Unternehmen als Werkstudentin und selbstständig tätig und erstellte technische Dokumentationen sowie Leitfäden. Seit September 2016 ist sie fest in einem großen Elektronikkonzern am Standort Ludwigsburg angestellt.

"Welche Informationen braucht der Kunde?"

Die junge Frau ist oft beim Kunden vor Ort, um sich Zielgruppe und Produkt, also Software, anzusehen. Sie muss für die Produktanleitungen unter anderem Struktur, Konzept, Text und Grafik erarbeiten. Deshalb ist sie vor allem mit Recherche beschäftigt: Wo findet sie Informationen, wie wurde etwas vorher beschrieben, wie kann sie etwas verbessern, welche Informationen braucht der Kunde?

Die Software hat sie selbst mit optimiert, weil sie durch die Auseinandersetzung mit dem Produkt Verbesserungspotentiale entdeckt hatte. Ihre bisherige Ausbildung erlaubt ihr das. Neben Mathematik und Physik gehörten weitere Grundlagenfächer wie beispielsweise Werkstoffkunde, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik oder Maschinenkunde dazu.

"Ein Hardware-Produkt auf dem Tisch liegen"

„Das hilft mir, die Grundzüge eines Produktes zu verstehen, und ich kann mir viel selbst erschließen.“ So hat sie während des Studiums eine Anleitung für ein Testsystem von Steuergeräten konzipiert und erstellt. Das Produkt bestand aus Hardware und Software. „Während der ganzen Abschlussarbeit habe ich das Hardware-Produkt nur einmal auf dem Tisch gehabt, alles andere habe ich mir zusammengereimt oder explizit erfragt, je nachdem, wie bereitwillig mir die Kollegen Informationen gegeben haben“, erinnert sie sich.

Das klassische Dokumentationsgeschäft gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. So ist sie für mehrere Modelle eines Luxusautoherstellers zuständig. Sobald ein neues Modell herauskommt, muss sie veränderte Informationen in die neuen Dokumentationen einpflegen. Dafür muss sie wieder recherchieren: Welche Ansprechpartnerinnen des Herstellers können sie mit den richtigen Informationen versorgen? Hierfür ist sie seltener draußen. „Wenn man sich gut kennt und die Doku einen gewissen Reifegrad hat, reichen oftmals Telefon und Mails.“ 

Ein geschärftes Auge sei wichtig für ihren Job: „Man vergleicht ziemlich viel, muss ein Gefühl und einen guten Blick dafür bekommen, wo sich was geändert hat“, sagt Hellmich. Strukturiertes, analytisches Denken und Sorgfalt seien nötig. „Wenn meine Quelle nicht stimmt, habe ich in zehn Dokumenten denselben Fehler drin.“

Neben einem gestalterischen Blick (Was sieht gut aus, wie kann ich Text und Bilder gut anordnen?) findet sie nicht nur eine sehr gute Rechtschreibung, sondern auch die Sprache ganz wichtig. Denn gute Technische Redakteure müssten komplexe Informationen einfach und zielgruppengerecht vermitteln können. Eine Herausforderung sei es manchmal, die Menschen für eine gute Dokumentation zu sensibilisieren. Gleichzeitig macht ihr das viel Spaß. Teilweise sei es schwierig, an die richtigen Informationen zu kommen. Außerdem würde sie sich wünschen, öfter in den Prozess der Produktentwicklung integriert zu werden und mehr in kollaborative Zusammenarbeit überzugehen. „Wir haben ja alle ein Ziel, wieso sollten wir uns nicht gegenseitig unterstützen und zusammenarbeiten?“

Software dokumentieren: Auch die Nutzer lernen dazu

Neue Produkte und das Durchdenken ihrer Funktionsweise schätzt auch der Geisteswissenschaftler Michael Lösel an seiner Arbeit. Er hat Literaturwissenschaft, Linguistik, Soziologie und Politologie studiert und eine Weiterbildung zum Technischen Redakteur abgeschlossen. Seit über 20 Jahren erarbeitet er Softwaredokumentationen bei einem Unternehmen in Nürnberg, das international vertriebene Sicherheitssoftware im VPN-Bereich entwickelt.

Das sind Software-Komponenten für die sichere Anbindung von Endgeräten über das Internet an die Unternehmenszentrale. „Mein Interesse an Softwaredokumentation galt der praktischen Anwendung“, erklärt Michael Lösel seinen Weg in die Tätigkeit als Technischer Redakteur. Er hatte sich als Autor beispielsweise gefragt, wie viele Buchstaben wohl auf eine Diskette passen. Bis heute wünscht er sich mehr auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittene technische Informationen. Die technische Dokumentation betrachtet er als wichtiges Produktionsmittel. 

Auch bei Michael Lösel geht es täglich um Recherche. Er muss mit den jeweils Zuständigen im Unternehmen kommunizieren, Informationen aus den verschiedenen Abteilungen zusammentragen und eine verständliche Sprache dafür finden. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, Druckereien ausfindig zu machen bzw. zu entscheiden, ob die Dokumentation gedruckt oder nur als PDF-Dokument oder in anderer Form bereitgestellt werden soll.

Einen typischen Arbeitstag erlebt er als „chaotisch, weil ich relativ allein bin. Ich muss jeden Tag Prioritäten setzen. Aber ich bin lange genug in der Firma und kenne die kürzesten Wege“. Bis sich ein neuer Mitarbeiter in die verschiedenen Produkte eingearbeitet habe, dauere es knapp zwei Jahre, schätzt Michael Lösel. „Die Vielfalt sorgt für Komplexität, mit der muss man umgehen können.“

"Das Ziel ist es nicht, schöne Aufsätze zu schreiben" 

Im Moment schreibt er die Dokumentation für eine iOS-Applikation. „Da beschreibt man nicht mehr, wie man kopiert oder ein Backup erstellt, das sind mittlerweile Selbstverständlichkeiten“, erklärt er den Wandel von früher zu heute. Denn auch die Nutzerinnen und Nutzer würden dazulernen. Produkte würden außerdem kompakter und modularer und statt von einem einzigen Entwickler nun von einer ganzen Gruppe gestaltet. „Ich muss aber wissen, wer die Teile macht und mit jedem einzelnen reden.  Das Wichtigste ist die Kommunikation: mit der Entwicklung, dem Vertrieb und so weiter. Meine Dokumentation ist ja Teil des Produktdesigns“, sagt der erfahrene Technische Redakteur.

Technische Redakteure müssten den Überblick behalten. Weniger das „Verkriechen ins Detail“ als vielmehr das Verständnis für eine Produktentwicklung und die innerbetriebliche Kommunikation seien entscheidend. „Das Schreiben kommt erst an dritter oder vierter Stelle“, so Michael Lösel.

Ziel sei nicht, schöne Aufsätze zu schreiben, sondern zielgruppengerecht zu formulieren. Und selbstverständlich gehe es nicht ohne Interesse an Technik. Wichtig ist ihm auch eine übersichtliche und ansprechende Gestaltung. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, also versuche ich, die komplexen technischen Vorgänge in eine Grafik umzusetzen.“ Außerdem glaubt er, dass der Endanwender immer noch ein gedrucktes Handbuch zu schätzen wisse: „Die Leute lieben es, etwas in der Hand halten zu können.“

Kein Schreibtischjob

„Ich sitze keine acht Stunden am Schreibtisch, egal, ob ich eine Beratung mache oder Technische Dokumentation. Man besorgt sich Informationen, indem man zu vielen Leuten hingeht. Weil die Technische Dokumentation eine Schnittstellenthematik ist, laufen hier viele Fäden zusammen. Deswegen ist das viel Informationsaufwand, aber man bekommt auch sehr viel mit.“ So beschreibt Jürgen Sapara seine Tätigkeit. Der frühere Technische Redakteur arbeitet als Berater bei einem fast 30 Jahre alten Unternehmen in Dortmund, das sowohl Dienstleistungen und Beratung für Technische Dokumentation anbietet als auch Technische Redakteure ausbildet.

Ihn führte die Arbeit als technischer Fachjournalist in die Technische Dokumentation. Nach einem Studium der Elektrotechnik und zwei Jahren als Ingenieur absolvierte er ein Volontariat bei einer technischen Fachzeitschrift. Er blieb dort als Redakteur, später als Chefredakteur.

Auch mal mit einer "80-Prozent-Lösung leben"

Danach beschrieb er in einem Technologiekonzern als Technischer Redakteur komplexe elektronische Geräte, baute eine Abteilung Technische Dokumentation auf und leitete diese fast zehn Jahre lang. Schließlich wechselte er innerhalb dieser Firma ins Consulting und arbeitete als Prozessberater, bis er vor zwei Jahren bei seinem heutigen Arbeitgeber begann.

Auch wenn Jürgen Sapara heute vorrangig in der Beratung tätig ist, kennt er die Abläufe als Technischer Redakteur: „Morgens sehe ich zuerst nach, was an Antworten und Infos auf gestellte Nachfragen vom Vortag per Mail gekommen ist. Man muss sich aber auch Zeit frei halten für Ungeplantes. Man springt oft zwischen Projekten hin und her und muss mit täglich wechselnden Prioritäten jonglieren können.“ Manchmal würde er sich mehr Projektzeit, Informationen und Bewusstsein für die Notwendigkeit einer guten Technischen Dokumentation wünschen. „So muss ich oft mit der 80-Prozent-Lösung leben.“ Trotzdem müsse die Dokumentation korrekt sein. 

„Ich übersetze Entwicklerdeutsch in Kundendeutsch.“

„Ein bisschen extrovertiert darf man schon sein und ruhig auf Leute zugehen, sonst kann es lange dauern, bis die Informationen zu einem kommen“, antwortet Sapara auf die Frage, welche Fähigkeiten er für seine Tätigkeit braucht. Auch Affinität zu Technik, ein Gefühl für Sprache und gute Rechtschreibung seien nötig. „Ich übersetze Entwicklerdeutsch in Kundendeutsch.“

Entwickler hätten Sachen vor Augen und würden sie kennen, das sei aber nicht das, was Bediener oder Endnutzer benötigten. Weil er immer wieder neue Themen und Projekte auf den Tisch bekommt, mit vielen Menschen und Produkten zu tun hat, findet er seine Arbeit abwechslungsreich. „Seit 20 Jahren war noch kein Tag langweilig“, stellt er klar.

Bei seinem aktuellen Arbeitgeber gibt es auch ein eigenes Weiterbildungsinstitut, an dem man den Beruf des Technischen Redakteurs erlernen und berufsbegleitend den Master of Science ablegen kann. Das Berufsbild müsse noch bekannter werden, fordert Sapara. Er sieht gute Chancen, einen Job in diesem Bereich zu bekommen: „Die Informationsflut und Komplexität nimmt ja zu und nicht ab.“

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