Was kann ein Coaching leisten?
Kern des Coachings ist das persönliche Gespräch. / Foto: Fabian Stürtz

Was kann ein Coaching leisten?

Welche Möglichkeiten bietet ein individuelles Coaching - und wo stößt man an Grenzen? Einen Überblick gibt Redaktionsleiter Krischan Ostenrath - und erklärt auch, warum sich der WILA Bonn zu einem Coaching-Angebot entschlossen hat.


Als wir vor einiger Zeit den Leserinnen und Lesern unserer Informationsdienste das Angebot einer kostenfreien telefonischen Bewerbungsberatung machten, war das auch für uns Neuland. Zwar hatten wir eine vage Ahnung davon, dass man die Redaktionen mit der vollen Breitseite arbeitsmarktlicher Fragen konfrontieren würde. Und natürlich war uns klar, dass wir nicht auf alle Fragen eine Antwort haben würden. Schließlich gibt es auf die meisten Fragen im Einzelfall überhaupt keine eindeutigen Antworten, und wenn doch, dann kennen unsere Leser diese meistens auch selbst und wollen sich mit den Redaktionen lediglich über Feinheiten austauschen oder konkrete Verbesserungen diskutieren.

"Auf dem Coachingmarkt tummeln sich unzählige Anbieter mit schwer vergleichbaren Ansätzen und ungeregelten Qualifikationen."

Das eigentlich Überraschende an unserem kleinen Beratungsservice für die Infodienst-Community war für uns aber die Klarheit, mit der die Anrufer ihre Anliegen formulierten. Denn Schwierigkeiten hat ja irgendwie jeder. Aber zu wissen, wie man mit diesen Schwierigkeiten umgeht, ist ein wichtiger erster Schritt. Und nicht immer ist das persönliche Gespräch der einzig mögliche oder auch nur eine sinnvolle Option: Bewerbungsunterlagen lassen sich auch ohne persönliche Diskussion optimieren, prekäre Beschäftigungsverhältnisse im universitären Mittelbau sind leider nicht im Gespräch zwischen Post-Doc und Redaktion aufzulösen, und ein Telefonat ersetzt nicht die individuelle Recherche nach der passenden Stelle oder Weiterbildungsmöglichkeit. In den meisten Fällen, so eine wichtige Erkenntnis unserer eigenen Beratungsgespräche, hängt der Nutzen einer Beratung von der klaren Trennung ab, wo man wirklich Rat braucht und wo man sich auch sehr gut alleine helfen kann.

Wenn es aber beim Berufseinstieg hakt, berufliche Veränderungen vor der Tür stehen, Konflikte am Arbeitsplatz schwelen oder der aktuelle Job weder Spaß noch Perspektiven bietet, dann sucht man üblicherweise erst einmal das Gespräch mit anderen. Wer sich dann sein Umfeld anschaut, stößt bei Freunden, Partnern, Familie oder auch Kollegen in der Regel auf offene Ohren. Allerdings wird der Ratsuchende dabei mindestens zwei Problemen begegnen. Zum einen sind diese Gespräche meistens informell und unstrukturiert. Schließlich ist das Gegenüber normalerweise nicht in Gesprächstechniken ausgebildet, und so muss man in seinem Umfeld schon Glück haben, wenn ein persönliches Gespräch wirklich den Charakter einer strukturierten Beratung bekommen soll.

Zum anderen – und das ist vermutlich das noch größere Problem – ist das eigene Umfeld hoffentlich nie neutral, sondern im besten Sinne parteiisch. Eine Freundin ist zunächst mal eine Freundin, und die Eltern bleiben auch immer die Eltern ihrer Kinder. Und so ist das Umfeld fast immer automatisch auf der Seite des Ratsuchenden und dadurch nur sehr schwer in der Lage, kritische und unbequeme Fragen zu stellen. Umgekehrt gilt diese Schwierigkeit natürlich auch – wer hört sich von seinem Ehepartner schon gerne schmerzhafte Kritik an, ohne das nicht gleich persönlich zu nehmen ...?

Was kann Coaching leisten – und was nicht?

Weil also manches berufliche Problem am besten mit einem neutralen und professionellen Gegenüber besprochen wird und weil bekanntlich jede Nachfrage irgendwann ein entsprechendes Angebot generiert, hat sich seit vielen Jahren ein Markt von Coachinganbietern entwickelt, die ihre Neutralität, ihre Offenheit und ihr methodisches Knowhow als Dienstleistung vermarkten. Nun ist „Markt“ eine sehr wohlwollende Beschreibung dessen, was sich als Antwort auf den offensichtlichen Beratungsbedarf entwickelt hat. Denn weder gibt es ein einheitliches Verständnis davon, was Coaching eigentlich ist und leisten kann, noch gibt es verbindliche Regeln, wann sich ein Coach berechtigterweise Coach nennen darf.

Noch deutlicher: Auf dem Coachingmarkt tummeln sich unzählige Anbieter mit schwer vergleichbaren Ansätzen und ungeregelten Qualifikationen. Auch deshalb haben wir als Redaktion Anfragen aus der Leserschaft bislang nicht mit eindeutigen Empfehlungen beantwortet und nur in Ausnahmefällen selbst entsprechende ausführliche Coachingaufträge angenommen.

Das heißt natürlich nicht, dass es nicht allgemeine Maßstäbe gäbe, was ein vernünftiges Coaching eigentlich ausmacht. Zwar gibt es sowohl in der Literatur als auch in der Landschaft konkurrierender Coachingverbände höchst unterschiedliche Zugänge zum Coaching, aber auch ein rechtlich ungeschützter Coachingbegriff lässt sich natürlich trotzdem sauber erfassen – zumindest in dem Sinne, wie wir eine solche Dienstleistung verstehen, die ihren Kunden einen Mehrwert bringen kann.

  • Kern des Coachings ist das persönliche Gespräch. Das klingt trivial, ist aber angesichts von Urschrei-Therapien und Kuschelkursen für vereinsamte Großstädter keine Selbstverständlichkeit. Derlei Angebote mögen ihre Berechtigung haben, aber mit einem methodisch gut strukturierten Coachingdialog haben sie nicht viel zu tun.
  • Am Anfang eines Coachings stehen immer Diagnostik und Analyse des Status quo. Eine diffuse Begleitung ohne klare Agenda, ohne Konzept und ohne zeitliche Begrenzung ist kein Coaching, weil es per definitionem schon zu keinem klaren Ziel führen kann.
  • Coaching meint den Prozess einer gemeinsamen Lösungsfindung. Auch das ist nicht immer selbstverständlich, denn fertige Lösungen oder feste Methoden können sehr attraktiv sein. Wer aber eine passgenaue Lösung für seine Schwierigkeiten erarbeiten will, darf von seinem Coach verschiedene methodische Zugänge erwarten. NLP ist keine Universalantwort auf berufliche Fragen.
  • Coaching basiert auf dem Prinzip des begleitenden Feedbacks. Damit unterscheidet es sich von Trainings im Sinne eines „Techniklernens“ oder von Fachberatungen wie z.B. dem Bewerbungstraining, der arbeitsrechtlichen Beratung oder auch der Analyse von Arbeitsmärkten. Coaching ist keine Methode des Beratens oder des Trainierens, sondern eine moderierte Selbstreflexion mit dem Ziel, die Schwierigkeiten strukturiert anzugehen.
  • Coaching ist deshalb „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ein Coach nimmt dem Coachee keine Aufgaben ab, sondern eröffnet ihm Wege, diese selbst zu erledigen. Das schließt ein, dass ein Coaching keine Abhängigkeiten (z.B. vom Coach) schafft, sondern vielmehr die Selbstständigkeit stärkt.
  • Methodische Transparenz ist Bedingung für ein erfolgreiches Coaching. Coach und Coachee arbeiten auf Augenhöhe miteinander an bestimmten Problemen mit klar besprochenen Methoden. Geheimniskrämerei oder gar manipulative Techniken haben in einem seriösen Coaching keinen Platz.

Am einfachsten ist es wohl immer noch, den Begriff Coaching wörtlich zu nehmen. Dann wird der Coachingprozess zu einem „Fahrzeug“, also einem Vehikel, mit dessen Hilfe Selbstblockaden, Schwierigkeiten oder konkrete Umsetzungsprobleme aufgelöst werden sollen. In einem solchen Verständnis verliert ein Coaching auch den letzten Rest des Anrüchigen, denn es wird zu einem professionellen Werkzeug, dessen man sich zielgerichtet bedient.

Und so wenig sich ein Unternehmen schämen muss, im Rahmen einer Unternehmensberatung einen professionellen Blick von außen einzukaufen, so wenig muss sich derjenige verstecken, der für seine eigene berufliche Situation Beratungsdienstleistungen in Anspruch nimmt. Wichtig ist nur, dass der Coachee weiß, was sein Ziel dabei ist. Denn Coaching ist kein Medikament gegen diffuses Unwohlsein, sondern eine Technik, die um so hilfreicher ist, je besser man sie selbst zu nutzen weiß.

Was für ein Durcheinander ...

Nun hat zwar das berufsbezogene Coaching weitgehend den Geruch des Unseriösen verloren, in Spitzenpositionen scheint es vielmehr schon zum guten Ton zu gehören, sich gelegentlich coachen zu lassen. Daraus lässt sich aber leider nicht ableiten, wie man an einen Coach kommt, der eine gute Dienstleistung im obigen Sinne anbietet. Der Coaching-Markt ist höchst unübersichtlich, und das in mehrfacher Hinsicht.

Zunächst gilt das schon in quantitativer Hinsicht. Schätzungen der Verbände gehen von bis zu 8.000 Coaches im deutschsprachigen Raum aus, und Erik Lindner – Autor des sehr lesenswerten Buches „Coachingwahn. Wie wir uns hemmungslos optimieren lassen“ – setzt die Zahl der Anbieter mit bis zu 35.000 sogar noch weit höher an. Selbst der Deutsche Bundesverband Coaching warnt vor einem hohen Anteil an unseriösen Anbietern, was natürlich daran liegt, dass sich jeder Coach nennen darf, der sich dazu berufen fühlt. Bislang ist es den mehr als 20 Verbänden im Coachingbereich auch noch nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame Basis bei den Qualitätsstandards zu verständigen und damit die schwarzen von den weißen Schafen zu trennen.

Das ist natürlich auch unabhängig von dem Selbsterhaltungsinteresse der konkurrierenden Verbände sehr schwierig, denn eine formal geregelte Coachingausbildung sagt ebenso wenig etwas über die Qualität eines Coaches aus wie ein abgeschlossenes Medizinstudium über die Qualität eines Arztes. Deshalb gibt es durchaus gewichtige Argumente für den Coach, der auf eine formale Ausbildung oder ein weiteres nutzloses Zertifikat pfeift und sich offen zu seinem Quereinsteigertum bekennt. Denn wer auf der Grundlage von Berufs- und Beratungserfahrung ein Coaching anbietet, der muss keine schlechtere Leistung abliefern als derjenige, der das Handwerk vermeintlich von der Pieke auf gelernt hat.

Das gilt um so mehr, als die etwa 300 Ausbildungsinstitute im Coachingbereich ebenfalls sehr unterschiedliche Standards anlegen. Das Angebot an Ausbildungen reicht von Wochenendseminaren bis hin zu mehrjährigen Studiengängen, auch hier mangelt es zumindest dem Nicht-Eingeweihten an Transparenz. Das führt so weit, dass sich irgendwann sogar die Stiftung Warentest berufen fühlte, eine Empfehlung an Ausbildungsinteressierte auszusprechen. Mindestens 250 Zeitstunden und eine zwölfmonatige Ausbildungsdauer inklusive Praxisphasen sollte es nach Meinung der Warentester schon sein, um einen Coaching-Lehrgang zu qualifizieren. Aber natürlich bleibt auch das letztlich ein formalistisches Kriterium, solange nicht klar ist, was und wie der angehende Coach eigentlich in dieser Zeit lernen soll.

Und nicht zuletzt setzt sich die Unübersichtlichkeit auch in der Preisgestaltung für ein gutes Coaching fort. Grundsätzlich gehen die Preise für eine Coachingstunde bei knapp hundert Euro los und kennen nach oben offensichtlich kaum Grenzen. Es sei dahingestellt, ob ein Stundensatz im vierstelligen Bereich einen entsprechend hohen Gegenwert bedeuten kann; jedenfalls lässt sich von der Höhe des Honorars niemals auf die Qualität des Angebotes rückschließen. Speziell für Arbeitsuchende oder junge Berufstätige stellt Coaching damit eine ausgesprochen teure Variante der Unterstützung dar, zumal es keine direkten Finanzspritzen von der Arbeitsagentur oder gar der Krankenkasse gibt.

Zwar lässt sich ein beruflich ausgerichtetes Coaching bei der jährlichen Steuererklärung ansetzen, aber davon profitieren natürlich wiederum diejenigen am stärksten, die relativ viel Steuern zahlen und also ein relativ hohes Einkommen haben. Um so wichtiger ist es angesichts der erheblichen Kosten eines Coachings genau zu überlegen, ob und wie lange diese Form der Unterstützung sinnvoll ist.

Unser Angebot  

Angesichts der Unübersichtlichkeit der Coachingangebote, der ganz verschiedenen Ausgangslagen der Coachees und des ständigen Risikos, in der Wahl des Coaches daneben zu greifen, ist zumindest eines klar: Coaching lebt von dem Vertrauen, dass man für sein Geld auch eine vernünftige und nachvollziehbare Leistung bekommt. Deshalb schmeicheln uns auch die gelegentlichen Anfragen aus Leserkreisen, ob wir nicht selbst ein Coaching übernehmen könnten. Aber so nahe das auch liegen mag, so schwierig ist das für die Redaktionen umzusetzen. Denn wir halten uns zwar, was die geistes- und sozialwissenschaftlichen Arbeitsmärkte bzw. die umweltbezogenen Einsatzbereiche betrifft, für einigermaßen auskunftsfähig, aber das macht uns noch nicht zu guten Coaches. Und ganz nebenbei: Würden wir das selbst anbieten, wäre das ein Zeitaufwand, den wir neben den redaktionellen Arbeiten, flankierenden Arbeitsmarktprojekten und gelegentlichen Vorträgen schlicht nicht stemmen können.

Da wir aber von einigen Coaches, die bereits heute für uns oder auch im Bildungszentrum des Wissenschaftsladen Bonn e.V. arbeiten, wissen, dass sie gute Arbeit leisten, haben wir uns entschlossen, eine Art „Coaching-Pool“ aus der Taufe zu heben, auf den jeder Abonnent unserer Informationsdienste arbeitsmarkt zu einheitlichen (und wie wir glauben, auch recht moderaten) Konditionen zurückgreifen kann. Im Rahmen des anstehenden Relaunchs unserer Website www.wila-arbeitsmarkt.de werden wir unter dem Stichwort Coaching die Steckbriefe einer Reihe uns bekannter Coaches veröffentlichen, mit denen wir uns auf ein gemeinsames und einheitliches Modell verständigt haben. Folgende Eckpunkte gelten dabei:

  • Die Coaches dieses Pools bieten Beziehern unserer Informationsdienste ihre Leistungen für höchstens 90,- Euro (brutto) für eine 60-minütige Sitzung an.
  • Die Coaches dieses Pools bieten durchgängig die Möglichkeit einer unverbindlichen telefonischen Kontaktaufnahme, in deren Rahmen sich Coach und Coachee über Ziele, Ablauf und Modalitäten des Coachings verständigen können. Diese Kontaktaufnahme ist immer für den Coachee kostenfrei, d.h. Kosten entstehen erst dann, wenn sich beide Seiten definitiv auf einen Coachingprozess geeinigt haben.
  • Es gibt grundsätzlich keine langfristige vertragliche Bindung zwischen Coach und Coachee. Zwar hängt es vom Einzelfall ab, ob drei, fünf oder zehn Sitzungen miteinander vereinbart werden – aber die mit uns kooperierenden Coaches werden nicht versuchen, ihren Coachees möglichst „umfangreiche“ Vereinbarungen aufzudrängen.
  • Die Coaches haben sich verpflichtet, unabhängig von ihren eigenen Qualitätsstandards regelmäßig einen Feedbackbogen an ihre Klienten auszugeben, der grundsätzlich vertraulich an die Redaktionen geschickt wird. Damit gibt es die Möglichkeit, das Feedback der Coachees direkt und ohne Kenntnis des Coaches an die Redaktionen zu leiten, die dann wenigstens indirekt auf die Qualität der Coachings Einfluss nehmen können.

Mit diesem Modell eines „Coaching-Pools“ können und wollen wir natürlich niemandem die Entscheidung für oder gegen einen Coach abnehmen. Das können wir rechtlich schon gar nicht, weil die Vereinbarung zwischen Coach und Coachee immer eine bilaterale ist, auf die wir als Wissenschaftsladen Bonn keinen Einfluss haben. Und inhaltlich wollen wir das noch viel weniger, denn was für den einen gut ist, muss für den anderen noch lange nicht gut sein. Dementsprechend können wir auch keine einzelnen Coaches empfehlen, sondern unserer Community nur die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild von denjenigen Coaches zu machen, mit denen wir bislang gute Erfahrungen gemacht haben. Das ändert nichts daran, dass im Einzelfall die Chemie stimmen und die gemeinsam besprochene Agenda stimmig sein muss.

Auch deshalb sollten die Abonnenten und Macher der Informationsdienste arbeitsmarkt auch ein gemeinsames Interesse daran haben, die Qualität des „Coaching-Pools“ zu sichern. Wir möchten also jeden Coachee bitten, zum Nutzen der gesamten Community die hoffentlich vielen positiven und hoffentlich wenigen negativen Erfahrungen mit Hilfe des Feedbackbogens an die Redaktionen weiterzugeben. Nur so haben wir die Möglichkeit, auf die Angebote der kooperierenden Coaches Einfluss zu nehmen.

Und wenn wir Ihnen die Entscheidung schon nicht abnehmen wollen, trotzdem noch ein Ratschlag für den Umgang mit unserem Angebot: Nutzen Sie die Möglichkeit eines unverbindlichen und kostenfreien telefonischen Erstkontakts und gehen Sie dabei so strukturiert wie möglich vor. Bereiten Sie konkrete Fragen vor, auf die Sie Antworten haben wollen, bevor Sie sich auf ein Coaching einlassen, das ja auch trotz der privilegierten Konditionen für Abonnenten des Informationsdienstes immer noch bares Geld kostet. Beispiele dafür sind:

  • Passen die angebotenen Methoden zu meinen Klärungsbedarfen?
  • Stimmt die Chemie zwischen mir und dem Coach?
  • Werden verschiedene Zugänge angedeutet und vorgeschlagen?
  • Ist eine anfängliche Bestandsaufnahme und Analyse Teil des Coaching­prozesses?
  • Scheinen mir Agenda, Frequenz und Häufigkeit der Sitzungen plausibel?
  • Gibt es seitens des Coaches eine prozessbegleitende „Erfolgskontrolle“?

Die Antworten auf diese und weitere Fragen sollten darüber entscheiden, ob man sich auf ein Coaching einlassen kann. Das Schöne daran: In diesem Stadium ist – zumindest in unserem Modell – noch nichts endgültig vereinbart. Um es auch ganz klar zu sagen: Es gibt bei diesem Modell keine finanziellen Interessen des Wissenschaftsladen Bonn. Wir bekommen von den kooperierenden Coaches keinen einzigen Cent, sondern verstehen unseren „Coaching-Pool“ als Möglichkeit, alle Seiten voneinander profitieren zu lassen. Die Coaches – das ist natürlich kein Geheimnis – freuen sich über die Möglichkeit zusätzlicher Aufträge, müssen dafür aber Sonderkonditionen für unsere Abonnenten einräumen.

Unsere Abonnenten wiederum können sich – entsprechende Absichten vorausgesetzt – über sehr kulante Konditionen und einen einheitlichen Qualitätsrahmen freuen, müssen aber trotzdem noch in die Tasche greifen. Und wir als Redaktionen haben unser Gesamtangebot hoffentlich noch etwas attraktiver gemacht, laufen dabei aber Gefahr, dass die Aktualisierung und Pflege der virtuellen Litfaßsäule sowie die regelmäßigen Abstimmungen mit den Coaches jede Menge Arbeit machen. Unter dem  Strich ist das ein Modell, von dem wir uns viel versprechen – gerade weil es vom Zusammenspiel der Abonnenten, der Coaches und der Redaktionen lebt.

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