Bewerbungshotline
Am Hörer: Andreas Pallenberg, Leiter arbeitsmarkt Bildung, Kultur und Sozialwesen

Bewerbungshotline

Wir bieten eine kostenfreie telefonische Bewerbungsberatung für unsere Abonnentinnen und Abonnenten an. In einem persönlichen Gespräch geben wir Tipps.

Häufig rufen uns unsere Leserinnen und Leser an. Doch meistens kamen die Anrufe zu einer mehr oder weniger passenden Zeit. Wir konnten nur kurz antworten oder mussten das Gespräch vertagen. Seit Juli 2012 haben wir deswegen eine Bewerbungshotline eingerichtet. In einem festgelegten Zeitfenster kümmern wir uns exklusiv um Ihre Fragen rund um Bewerbung und Berufseinstieg.

Ein paar Worte dazu aus unserer Perspektive. Der Service wird angenommen und lebhaft genutzt. Auffällig ist dabei weniger die Zahl der eingehende Anrufe als viel mehr die Dauer und Intensität der Einzelgespräche. Nicht selten dauern einzelne Telefonate deutlich länger als eine Stunde und füllen das vorgesehene Zeitfenster fast schon aus. Gut so! Bis jetzt gibt es auch noch keine Veranlassung, die Zeit des einzelnen Telefonates zu begrenzen, da es fast immer möglich war, alle Anrufe entgegenzunehmen.

Angenehm ist, dass die Anrufer/innen sich fast immer an die Spielregeln halten und wie vorgesehen im Sekretariat und nicht in der Redaktion anrufen. Dort wird kurz der Abonnentenstatus geklärt und dann zur Redaktion durchgestellt (Hier können Sie unser Heft abonnieren). Und auf diese Klärung legen wir großen Wert, denn dieser Service soll ausschließlich für aktuelle Abonnentinnen und Abonnenten gelten, die dafür regelmäßig mit ihrem Abo bezahlen. Das ist nur fair und bedeutet für unsere Abonnentinnen: Ihr Abo ist mehr als der regelmäßige Bezug einer Zeitschrift.

Der Blick von Außen  

Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Anfragetypen: Einmal gibt es die mit den konkreten Fragen zum Beispiel zu den Bewerbungsunterlagen, zu Lücken im Lebenslauf oder zu den Gehaltsvorstellungen. Solche Gespräche dauern oft nicht länger als fünf bis zehn Minuten. Da kann man schnell und meistens mit Gewinn für die Anrufenden antworten, im Zweifel wird recherchiert und ein weiteres Telefonat anberaumt. Mehrfach ist es vorgekommen, dass Abonnentinnen kurz vor einem Bewerbungsgespräch – relativ aufgeregt – anriefen und ganz praktische Dinge nachfragten, z.B. ob man alle Bewerbungsunterlagen noch mal zum Gespräch mitnehmen solle, oder wann und wie man die Frage nach der Fahrtkostenerstattung stellt.

Neben diesen kurzen Anfragen zu den Bewerbungsregularien, gibt es die deutlich längeren Gespräche, die sich häufig um Fragen der beruflicher Umorientierung drehen. Die Anrufer haben oder hatten feste Jobs, fühlen oder fühlten sich aber nicht mehr wohl in ihren Arbeitszusammenhängen und wollen sich zum Teil radikal neu orientieren. Um die Hintergründe zu verstehen, muss bei solchen Gesprächen natürlich weiter ausgeholt werden.

Ein weiterer Fall sind Gespräche, bei denen es um die weitere Strategie auf dem Weg in den Arbeitsmarkt geht. Grundtenor der Anrufer: Ich habe schon alles getan, und trotzdem klappt es nicht. Ich habe so und so viele Bewerbungen verschickt, habe mich fortgebildet, bewerbe mich auch initiativ, auch auf weniger attraktive Stellen usw. Bei allem verständlichen Frust über solche persönlichen Bewerbungserfahrungen zeigen sich dann bei intensiveren Gesprächen immer noch hinreichend Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Oder es ergeben sich alternative, noch nicht angedachte Wege. Und dabei hilft ja oft schon der Blick von außen, von unbefangener Seite.

Ein Tipp: Schauen Sie sich auch unsere Coaching-Kooperationen und unsere Seminare im WILA Bildungszentrum an.

Wir wollen diesen Service auch weiterhin anbieten. Schon allein deshalb, weil wir darüber – ähnlich wie über die Leserbriefe – bestens informiert werden, welche aktuellen Probleme unsere Zielgruppe auf dem Arbeitsmarkt hat. Entsprechende Inhalte können dann in unsere redaktionellen Beiträgen einfließen, die wir auch online in Auszügen veröffentlichen. 

Weitere WILA-Angebote